Karen

Für Karen Tebar gibt es drei große Schwerpunkte im Leben: Ihre Familie, die Pferde und ihr erlernter Beruf, den sie im Familienunternehmen ausübt. Es ist manchmal eine Herausforderung, genügend Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit für alle Bereiche zu finden, aber gerade die Vielfältigkeit in ihrem Leben gibt ihr große Freude und Halt. Das reiterliche Leben von Karen begann auf dem Rücken eines Voltigierpferdes im Reiterverein Waiblingen. Bis zur Teilnahme an internationalen Turnieren hat Karen jahrelang Turniere besucht, fleißig trainiert und sich stets verbessert. Ein Blick auf unsere „timeline“ zeigt ihren Werdegang…

Das Wichtigste in Kürze

Geburtsdatum: 19.09.1964
Ausbildung: Diplom-Ökonomin
Familienstand: Verheiratet, 1Kind
Interessen: Skifahren, Kochen, Archäologie, Menorca und dessen Pferde

Auszeichnungen im Reitsport

  • 50 Jahre Mitgliedschaft im RV Waiblingen (2016)
  • Goldenes Reitabzeichen (2001)
  • Trophée Astley  (2009)
  • Prix d´honneur du CREIF (2016)
  • Badge of Honour in Gold der FEI (2015)
  • Lualdi-Preis für den vorbildlichen Umgang mit dem Partner Pferd (2006)
  • „Ambassadeur du Sport francilien“, Promotion des Sports, der Sportethik und den olympischen Werte bei der Jugend
  • „Ambassadeur Ecuries du coeur“ Unterstützung der Kinder-Herz-Chirurgie in Frankreich
  • Gründungsmitglied der „Gesellschaft Forschung für das Pferd e.V.“

19. September 1964

Karen kam am 19.September 1964 in Ludwigsburg zur Welt. Ebenso wie ihr älterer Bruder Markus durfte sie alle möglichen Sportarten ausprobieren und entschied sich dann für: Handball, Leichtathletik, Kunstturnen, Voltigieren (regionale Turniere in C- u. B-Gruppe), Skifahren (regionale Rennen mit dem SAV) und Reiten in der Kinderstunde des Reitervereins Waiblingen auf Schulpferden. Musikalisch wurde sich ebenfalls gebildet im Hause Schetter: Karen spielte mehrere Jahre Akkordeon im Orchester.

1966

Da die Eltern 1966 mit Reiten angefangen haben, ist Karen quasi im Reiterverein aufgewachsen und begann dort im Alter von sechs Jahren mit dem Voltigieren (Turniere bis B-Gruppe), mit Pferde putzen und Sattelpflege. Mit 8 Jahren stieg sie erstmals bei einem Reitkurs in den Sattel und nahm dann regelmäßig Reitstunden auf Vereinspferden.

1974

Der erste Turnierstart folgt 1974. Ihr Resultat: Drittplatziert im Reiterwettbewerb auf „Joy“, der Stute ihres Onkels. Kleiner Wermutstropfen – es waren nur drei Paare am Start. Von 1979 bis 1986 sammelte Karen dann auf „Squaw“, der Stute ihrer Mutter, Erfahrungen und feierte erste Erfolge in Dressurprüfungen A bis zu St. Georg.

1984

1984 bestand sie das Abitur in Stuttgart und begann noch im selben Jahr mit dem Studium der Wirtschaftswissenschaften. 

1985

Das erste eigene Pferd ist „Davidoff“. Ihn hat Karen selbst bis hin zur Grand-Prix-Reife ausgebildet und national und international erfolgreich von 1985 bis 1996 geritten.

1990

1990 beendete sie ihr Studium mit dem Examen im Fach Wirtschaftswissenschaften. Schwerpunkt Marketing, Organisation und Recht (Diplom-Ökonom)

Bereits neben dem Studium gab es allerlei ehrenamtliche Tätigkeiten für Karen: 

  • Mitarbeit bei der Turnier-Organisation in Waiblingen, Ludwigsburg und Stuttgart
  • Jugendwart im RV Ludwigsburg
  • Einführung eines Direktmarketingsystems in der väterlichen Firma

Von 1990-1993 lebte Karen Schetter in Frankreich und sammelte erste Berufserfahrungen als Kundenkontakt und strategische Planerin in einer Pariser Werbeagentur (CLM/BBDO) sowie in der französischen Vertriebsgesellschaft der Firma Andreas Stihl. Zu dieser Zeit nahm sie mit Davidoff in Frankreich an nationalen und internationalen Turnieren bis GP teil. Dort lernte sie ihren Mann Christophe Tebar kennen und lieben. 

1993

1993 ist ein einschneidendes Jahr im Hause Schetter:Karen kehrt nach Deutschland zurück „um etwas näher bei meiner Familie zu sein“ und arbeitet als Projektleiterin im Bereich Werbung der Andreas Stihl, hier erstellte sie unter anderem internationale Richtlinien für Corporate Design und Printwerbung.

1994

1994 Hochzeit mit Christophe Tebar

1997

1997: Falada M (genannt Frieda) kommt 6-jährig zu Karen. Die beiden passen auf Anhieb gut zusammen: Beide klein, beide mit großem Herzen ausgestattet – und mit eigenem, manchmal eigensinnigen Kopf

1999

1999: Castello l´Ami, ein bildschöner Wallach, wird 11-jährig gekauft.

2000

Von 2000 bis 2011 werden Vater Willy und Karen bei Turnieren von Christoph Niemann betreut.

2001

2001 gibt es gleich zwei Gründe zu feiern: die Geburt des Sohnes Maxim und die Verleihung des Goldenen Reitabzeichens nach S-Siegen mit Davidoff, Castello L´Ami und Falada M.

2002

Seit 2002: erste internationale Starts für Deutschland mit Castello l´Ami.

2003

2003: Annahme der französischen Staatsangehörigkeit und Einstieg in den internationalen Turniersport für Frankreich.

2004

2004: die Reiterei wird Schwerpunkt im Leben von Karen. Falada wird Erstpferd. Mit ihr reitet Karen bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen auf Rang 21.

2005

2005: Teilnahme bei den Europameisterschaften in Hagen mit Falada. Rang: 11.

2006

2006: Französische Meisterin der Dressurreiter. Teilnahme bei den Weltreiterspielen in Aachen. Weltrangliste Dressur: Rang 14

2008

2008: Nominiert für die Olympischen Spiele in Hong Kong. Wegen einer Verletzung von Falada musste die Teilnahme wenige Tage vorher abgesagt werden.

2009

2009 – 2011 Nach der Verabschiedung ihres Championatspferdes Falada M baut Karen gemeinsam mit ihren Trainern junge Pferde auf und stellt diese bei nationalen Turnieren vor. Sie widmet sich seitdem vermehrt den Aufgaben im Familienunternehmen.Falada bekam ein Fohlen mit dem schönen Namen Heidanei, (v. Hohenstein).

2012

2009 – 2011: Après avoir mis à la retraite sa jument de tête, Falada M, Karen forme de jeunes chevaux avec l’aide de ses entraineurs et les présente aux concours nationaux. Depuis, elle se consacre plus intensivement aux tâches de l’entreprise familiale. Falada met au monde un poulain qui porte le joli nom souabe de Heidenei, (par Hohenstein).

2014

Seit 2014 trainiert Karen mit Jan Nivelle. Der renommierte Ausbilder kommt ein bis zweimal im Monat zum Training und begleitet sie auf den Turnieren.

2015

2015 Karen hat mit Don Luis ein neues Spitzenpferd, das in die großen Fußstapfen ihrer kleinen Stute Falada M treten kann. Mit ihrem Trainer Jan Nivelle bereitet sie den bildhübschen, erst zehn Jahre alten Rappen behutsam auf die anstehenden Turniere vor – und hat dort großen Erfolg: Sie gewinnen die französischen Meisterschaften im Dressurreiten (76 %). Mit dem französischen Team wird Karen bei den Europameisterschaften in Aachen 6. , und hat damit das Ticket für Olympia 2016 erreicht. Im Grand Prix Special erhält Karen mit Don Luis 73.1 Prozent – das bedeutet Platz 12 in der Einzelwertung. In der Kür vergeben die Richter 74,9 Prozent, Karen wird damit EM-Zehnte. Beim German Masters Turnier in Stuttgart zeigt  Don Luis im GP seine bisher beste Leistung. Mit neuer Bestmarke von 74,32 Prozent wird Karen zweite hinter der mehrfachen Weltmeisterin und Olympiasiegerin Isabel Werth. In der Weltrangliste kommt das Paar in seiner ersten internationalen Grand Prix-Saison auf Rang 40. Aufgrund ihrer Erfolge in Nationenpreisen erhält Karen von der FEI den „Golden Badge of Honour“

2016

Jetzt hat Karen Tebar neben Don Luis ein zweites „heißes Eisen im Feuer“: Mit Ricardo, einem 2003 geborenen Hannoveraner-Wallach von Rosentau, konnte sie bereits schöne Erfolge verbuchen.

Das Highlight des Jahres war jedoch mit Abstand die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio, bei denen Karen mit Don Louis als beste Reiterin des französischen Dressurteams Platz 25 belegte.